FAQ

  • Welche Aufgabe hat die Ombudsfrau?

    Zentrale Aufgabe der Ombudsfrau ist die vertrauliche Entgegennahme von Hinweisen auf unternehmensbezogene Straftaten sowie unzulässige Geschäftspraktiken und Regelverstöße zu Lasten des Unternehmens. Der Hinweisgeber, der sich nicht an die hierfür eigentlich intern zuständigen Stellen wenden möchte, erhält mit der externen Ombudsfrau eine zusätzliche, außerhalb des Unternehmens stehende Ansprechpartnerin, die dem Anwaltsgeheimnis und damit der Verschwiegenheitsverpflichtung unterliegt. Die Ombudsfrau prüft auf der Basis ihrer langjährigen fachlichen Erfahrung selbstständig und unabhängig die bei ihr eingehenden Hinweise auf ihre Relevanz für das Unternehmen. Kommt sie zu dem Ergebnis, dass dem Verdacht nachgegangen werden muss, so gibt sie den Vorgang ohne Offenlegung der Person des Hinweisgebers an die zuständige Stelle in der Fraport AG weiter, wenn der Hinweisgeber hierzu sein Einverständnis erklärt hat.

  • Wer kann sich an die Ombudsfrau wenden?

    Die Ombudsfrau steht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fraport AG, der Tochterunternehmen der Fraport AG aber auch Externen, wie z.B. Lieferanten oder Ausschreibungsteilnehmern, als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

  • Welche Hinweise nimmt die Ombudsfrau entgegen?

    Ziel der Einbindung der Ombudsfrau ist in erster Linie die Aufklärung und Verhinderung von Wirtschaftsstraftaten (z.B. Korruption, Kartellverstöße, Betrug und Untreue), aber auch von sonstigen unternehmensbezogenen Straftaten, die in Zusammenhang mit der Fraport AG stehen.

  • Kann ich mit der Ombudsfrau auch anonym in Kontakt treten?

    Ja. Da mir an einer offenen und vertrauensvollen Kommunikation mit dem Hinweisgeber gelegen ist, w¨rde ich mich freuen, wenn Sie mir vertrauen würden, dass eine solche Vorsichtsmaßnahme nicht erforderlich ist. Denn da die Fraport AG auf jegliche Auskunftsansprüche gegenüber der Ombudsfrau verzichtet hat, unterliegen all Ihre Informationen dem Anwaltsgeheimnis. Nur dann, wenn der Hinweisgeber mir die Weitergabe der übermittelten Informationen und damit ggf. auch die Preisgabe seiner Identität gegen¨ber der Fraport AG ausdrücklich gestattet, werde ich diese an das Unternehmen weiterreichen. Ferner bitte ich zu bedenken, dass die Kommunikation mit anonymen Hinweisgebern im Falle von Rückfragen, die der Sachverhaltsaufklärung dienen, erschwert sein dürfte und diesen Anzeigen - auch aus Schutz vor Denunziation - grundsätzlich zurückhaltender nachgegangen wird. Falls der Hinweisgeber eine anonyme Meldung bevorzugt, steht ihm im Übrigen als zusätzlicher Informationskanal auch das elektronische Hinweisgebersystem der Fraport AG zur Verfügung, auf das er unter www.fraport.de zugreifen kann. Die dort eingehenden Hinweise werden seitens der Fraport AG bearbeitet. Als externe Ombudsfrau bin ich ¨ber das elektronische Hinweisgebersystem allerdings nicht zu erreichen.

  • Entsteht ein Mandatsverhältnis zwischen Hinweisgeber und Ombudsfrau?

    Nein, denn die Ombudsfrau ist Beauftragte der Fraport AG. Allerdings besteht zwischen der Ombudsfrau und dem Unternehmen eine Vereinbarung, die es mir ermöglicht, den Hinweisgeber in praktischen einzelfallbezogenen Fragen zum Sachverhalt informell zu beraten. Die Vertretung Ihrer rechtlichen Interessen ist mir hingegen nicht möglich.

  • Wer trägt die Kosten, wenn sich ein Hinweisgeber an die Ombudsfrau wendet?

    Die Kosten für die Tätigkeit der Ombudsfrau trägt die Fraport AG. Anrufe bei der Ombudsfrau sind ebenfalls kostenfrei für den Hinweisgeber.

  • Wie ist sichergestellt, dass die Ombudsfrau die Informationen und den Namen des Hinweisgebers nicht ohne dessen Willen weitergibt?

    Die Fraport AG hat gegenüber der Ombudsfrau ausdrücklich und unwiderruflich auf jegliche Auskunftsansprüche verzichtet. Ausgenommen von dieser Vereinbarung sind lediglich die Fälle, in denen der Anruf selbst nach sachverständiger Einschätzung der Ombudsfrau eine Straftat zu Lasten der Fraport AG darstellt ( so z.B. Drohungen gegen das Unternehmen). Gestattet der Hinweisgeber somit die Weitergabe der an die Ombudsfrau übermittelten Informationen oder der Preisgabe seiner Identität nicht ausdrücklich, fallen diese Informationen unter das Anwaltsgeheimnis. Die Ombudsfrau unterliegt insoweit der anwaltlichen Verschwiegenheitsverpflichtung, die auch gegenüber Gerichten, der Staatsanwaltschaft und sonstigen Behörden besteht.

  • Für welche Hinweise ist die Ombudsfrau nicht zuständig?

    Für vertrauliche Hinweise zu anderen als den unter Ziff. 3 genannten Themen - z.B. zu einer Verletzung der Verhaltensstandards der Fraport AG oder für Hinweise zu persönlichen Konfliktsituationen wie z.B. Ausländerfeindlichkeit, Rechtsradikalismus, sexueller Belästigung, Mobbing oder Diskriminierung - steht Ihnen innerhalb der Fraport AG eine interne Vertrauensperson als Ansprechpartner zur Verfügung. Bei solchen Anliegen wenden Sie sich bitte direkt an Herrn Frank Cornelius.

  • Wieso wurde eine externe Ombudsfrau von der Fraport AG beauftragt?

    Die Fraport AG hatte in den vergangenen Jahren ausschließlich einen internen Ombudsmann, der u.a. auch Hinweise auf Straftaten zu Lasten des Unternehmens entgegengenommen hat. Nach Ausscheiden des bisherigen Amtsinhabers wurde diese Stelle mit Herrn Frank Cornelius neu besetzt. Die Fraport AG hat sich darüber hinaus dazu entschlossen, Hinweisgebern über eine externe Ombudsfrau einen zusätzlichen Meldeweg zu eröffnen, der losgelöst von den Fraport-internen Kommunikationskanälen existiert. Im Gegensatz zum internen Vertrauensmann unterliegt die Ombudsfrau gegenüber dem Gericht, der Staatsanwaltschaft und sonstigen Behörden der anwaltlichen Verschwiegenheitsverpflichtung. Hinzu kommt, dass die Ombudsfrau auch Externen, insbesondere Auftragnehmern der Fraport AG oder Ausschreibungsteilnehmern, die ggf. aus Sorge vor Repressalien bislang von der Einreichung eines Hinweises abgesehen haben, als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht.

  • Wie kann ich mit der externen Ombudsfrau in Kontakt treten?

    Sie können mit mir wie folgt Kontakt aufnehmen:

    Telefonisch unter: 0800 - 123 0 125
    Per Telefax unter: 0800 - 123 0 126
    Per E-mail unter: parsch@ombudsfrau-parsch.de
    Postalisch unter: Rechtsanwältin Annette Parsch, Ombudsfrau, Q 2, 5, 68161 Mannheim